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Jahresrückblog 2025

Die Macht der Liebe - Mein Rückblick auf 2025

Die vergangenen Tage war ich in einer Challenge bei Judith Peters, die den Werbesatz "Blog like nobody's reading" - also blogge als ob niemand sie liest, geschrieben hat. Eigentlich wollte ich einen Jahresrückblickblog für einen anderen Bereich schreiben, aber mir wurde einfach klar, dass ich es auch für Joy with Horses - Freude mit Pferden machen musste, denn:

 

In knapp 30 Jahren als Pferdebesitzer habe ich kein Jahr mit Pferden erlebt, das so unglaublich viele Herausforderungen mit sich brachte und gleichzeitig so viel Glück, Freude, Wunder und Liebe. Eigentlich ist es mir gar nicht möglich das alles in Worte zu fassen. Aber ich versuche es dennoch. 

 

Beim Zusammenstellen der Themen Schreiben dieses Blogs wurde mir auch klar, was nicht so wichtig ist und was mir wirklich wichtig ist. 

 

Nicht wichtig ist, dass wir dieses Jahr 1x kurzfristig den Stall wechseln mussten, weil mein Pony (mit allem was er mitgemacht hatte) total hengstig war. Zum Thema "hengstiger Wallach" folgt ein separater Blog. 

 

Nicht wichtig ist, dass wir ein 2. Mal kurzfristig den Stall wechseln mussten, weil ich feststellen musste, dass im Fressbereich meines Ponys gespritzt worden war und mir erlaubte, die anderen Miteinstaller beim Entfernen des gespritzten Grases im Paddock um Hilfe zu bitten (vorher hatte mir ein Landwirt und eine fachkundige Person der LWK meine Vermutung bestätigt). Aber zum Thema Einsatz von PSM in Pferdebetrieben wollte ich schon längst nicht nur einen Blog schreiben, sondern auch ein Video machen. Vielleicht klappt es in 2026. 

 

Nicht wichtig ist, dass ich ein Pferd kaufte, obwohl mich mein Bauchgefühl warnte, und es dann weiterverkaufte. Auch hier werde ich bei Gelegenheit noch einen separaten Blog zum Thema "Augen auf beim Pferdekauf" schreiben.  Aber auch auf das Thema Schmerzen und Leiden werde ich noch einen Blog schreiben. 

 

Jetzt aber zu den Themen, die wirklich von Belang sind: 

Von Mut, Hoffnung, Ausdauer – und der heilenden Kraft von Liebe und Freude

Wenn alte Krankheiten sich erneut zeigen und neue Wege entstehen

Manchmal glaubt man, einen schweren Weg bereits hinter sich gelassen zu haben. Man denkt, man habe gelernt, verstanden, verarbeitet. Und dann – scheinbar aus dem Nichts – steht man wieder genau dort, wo man nie wieder hinwollte.

So ging es mir im Jahr 2025.

Nach langer, sehr langer Zeit bekam mein Pony erneut Hufrehe. Eine Diagnose, die mich sofort in alte Erinnerungen katapultierte. Erinnerungen an Angst, Ohnmacht, Schlaflosigkeit – aber auch an Lernen, Forschen und daran, Verantwortung auf einer ganz neuen Ebene zu übernehmen. Doch es blieb nicht bei der Hufrehe. Kurz darauf kam eine zweite Diagnose hinzu: EOTRH.

Wenn du meinen Blogartikel über EOTRH bereits gelesen hast, dann weißt du, dass diese Erkrankung der Schneidezähne beim Pferd selten isoliert auftritt. EOTRH ist keine reine Zahnerkrankung – sie ist ein systemisches Problem, häufig verbunden mit chronischen Entzündungen, Stoffwechselstörungen und mangelnder Entgiftungsfähigkeit des Körpers. Und genau hier schloss sich für mich der Kreis.

Hufrehe und EOTRH – zwei Symptome eines tieferen Problems

Hufrehe wird noch immer oft als „Fütterungsfehler“ oder „Frühjahrsproblem“ abgetan. Doch diese Sichtweise greift viel zu kurz. Hufrehe ist eine hochkomplexe Entzündungsreaktion, die den gesamten Organismus betrifft. Sie entsteht häufig auf dem Boden von:

• chronischen Stoffwechselstörungen

• Insulinresistenz oder EMS

• Leber- und Darmüberlastung

• langfristiger toxischer Belastung

• systemischer Entzündung

Auch EOTRH (Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis) passt genau in dieses Bild. Die fortschreitende Auflösung der Zahnsubstanz ist kein lokales Problem, sondern Ausdruck eines Körpers, der seit Jahren im Entzündungsmodus läuft.

Für mich wurde 2025 endgültig klar:

Diese beiden Erkrankungen sind keine Zufälle. Sie sind Botschaften.

Akupunktur beim Pferd – viel mehr als nur alternative Behandlung

2014 beendete ich meine Ausbildung in Akupunktur. Die Akupunktur und das Wissen der TCM ist für mich das Zweitbeste, was ich in meinem Leben gelernt habe. Bereits um das Jahr 2019 hatte ich bei meinem Pony mit Akupunktur erstaunliche Erfolge erzielt – damals sogar ausschließlich mit dieser Methode.

Rückblickend kam es mir damals wie eine Ewigkeit vor. Es gab Phasen, in denen es besser wurde, dann wieder schlechter. Rückschläge, für die ich mir lange keine Erklärung liefern konnte. Heute weiß ich: Heilung verläuft nicht linear. Sie ist ein Prozess.

 

Auf diesem Bild siehst du die Lage von dem Akupunkturpunkt Blase 40 beim Pferd. Dieser Punkt vermindert Hitze im Blut und verbessert den Blutfluss. Darüber hinaus wird er verwendet bei Schmerzen im Lendenwirbelbereich, Knieproblemen und Allergien. 

Wie wirkt Akupunktur beim Pferd?

Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM):

• reguliert Akupunktur den Energiefluss (Qi)

• stärkt Milz, Leber und Niere – zentrale Organe für Stoffwechsel und Entgiftung

• wirkt entzündungshemmend

• verbessert die Durchblutung

• beeinflusst das vegetative Nervensystem

Auch wissenschaftlich gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass Akupunktur:

• die Ausschüttung körpereigener Endorphine fördert

• entzündliche Zytokine reduzieren kann

• das Immunsystem moduliert

Bei meinem Pony zeigte sich immer wieder: Nach Akupunkturbehandlungen war er entspannter, beweglicher und insgesamt stabiler – sowohl körperlich als auch emotional. Wie ich jedoch oben bereits geschrieben hatte, ist der Verlauf seltenst linear. Und obwohl ich das wusste, hat es mich doch immer sehr mitgenommen, wenn ich dachte, die Rehe ist überstanden, um am nächsten Tag zu kommen und festzustellen, die Hufe sind wieder heiß und er geht ganz klamm auf hartem Boden. Das ist auch die Schwierigkeit beim naturheilkundlichen Weg. Man hilft dem Körper wieder in die Balance zu kommen. Die Hauptarbeit muss er jedoch selbst machen. Aber in diesem Fall war mir nach der zweiten Akupunktur klar, dass Akupunktur allein hier nicht ausreichen würde. 

 

Die Entscheidung zur Zahn-OP – Angst, Verantwortung und Vertrauen

Die Diagnose EOTRH stellte mich vor eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens:

Welche Zähne müssen raus? Oder gleich alle?

Die Angst vor der OP, vor der Nachsorge, vor möglichen Komplikationen war riesig. Dazu kamen organisatorische Hürden: Anhänger leihen, Transport organisieren, finanzielle Belastung – und die schiere Verantwortung für ein Lebewesen, das mir seit über 20 Jahren vertraut.

Drei Tage nach der OP, als ich mich traute und es schaffte, die Zahnlöcher vollständig zu säubern, war ich zunächst total schockiert. Diese riesigen Öffnungen machten mir noch einmal bewusst, wie massiv die Erkrankung gewesen war. Ich fragte mich aber auch, wie diese „Krater“ jemals zugehen sollten.  

Zum Glück erinnerte ich mich an eine Zeit, in der ich bei einem Tierarzt über die Schulter schauen durfte, der die Nachsorge bei einem frisch operierten Pferd am Stall machte. Es hatte mich sehr beeindruckt wie ruhig und freundlich er arbeitete. Ich rief in der Praxis an und Gott sei Dank, kam er auch drei Tage später.

Der Tierarzt versorgte alles erneut sorgfältig und hinterließ Antibiotika und Schmerzmittel, die ich in Folge gar nicht mehr benötigte. Die Details dazu liest du in Kürze in meinem Blog „Nachsorge Zahn-Op beim Pferd“. 

 

Obere Schneidezähne beim Pferd entfernt
EOTRH Pferd Op

Die Momente, als ich seine Zahnlöcher nach seiner EOTRH Operation versorgen musste – eine sehr schmerzhafte Prozedur für ihn haben mich tief berührt. Er war einfach sooo lieb.   Ich habe ihm dabei nichts „erklärt“, sondern ihm einfach mein Mitgefühl und meine Liebe gezeigt. Ich habe ihm signalisiert: Ich weiß, wie schlimm das ist. Ich bin bei dir. Das Auskratzen der Löcher, die Heilerde – all das muss für ihn soooo unangenehm gewesen sein. Und doch war er unglaublich tapfer. Zwischendurch hat er mich so sanft angeschaut, als wollte er mir sagen: „Du weißt schon, was ich da für dich tue.“ Und innerlich habe ich ihm geantwortet: Ja, ich weiß es. Und ich sehe dich. Und du machst das ganz wunderbar.

Eine Woche später kam der Tierarzt zum zweiten Nachsorgetermin. Als ich einen weiteren Termin mit ihm absprechen wollte, sagte er mir, dass er der Meinung sei, das wäre nicht notwendig, was ich besonders toll fand – er ließ mir Raum für meinen eigenen Weg. Ich hatte ihm gesagt, dass ich Antibiotika und Schmerzmittel gar nicht einsetzen musste. Er sagte mir offen:

„Was auch immer Sie sonst machen – machen Sie weiter. Es funktioniert.“ Was ich sonst noch alles über EOTRH erfahren habe, liest du hier: 

Entgiftung als Schlüssel – nicht kurzfristig, sondern lebenslang

Schon während meiner intensiven Recherche zu EOTRH war mir eines überdeutlich klar geworden:

Ohne nachhaltige Entgiftung gibt es keine Heilung.

Und zwar nicht „mal eben“ für zwei oder drei Wochen, sondern langfristig, konsequent und individuell angepasst.

Dieses Wissen hatte ich eigentlich schon Jahre zuvor durch die Arbeit von Dr. Dietrich Klinghardt erlangt. Doch bei Pferden stößt man schnell an praktische und finanzielle Grenzen. Hochwertige Chlorella-Algen in ausreichender Dosierung sind kaum bezahlbar.

Also begann ich, Alternativen zu suchen.

Was sich bewährt hat:

• Spirulina:

   Entgegen aller Erwartungen hat mein Pony Spirulina extrem gerne gefressen. Eine echte Überraschung – und 

   ein klarer Hinweis darauf, dass der Körper oft genau weiß, was er braucht.

• Zeolith zur Bindung von Toxinen im Darm

• Alpha-Liponsäure zur Unterstützung der zellulären Entgiftung

• Coenzym Q10 zur mitochondrialen Unterstützung

• Homöopathische Komplexmittel zur Regulation der systemischen Entzündung

 

und ....

NAC (N-Acetyl-Cystein) – ein unterschätzter Schlüsselstoff

Ein besonders wichtiger Baustein wurde für mich N-Acetyl-Cystein (NAC).

Warum NAC beim Pferd so wertvoll ist:

• NAC ist eine Vorstufe von Glutathion, dem wichtigsten körpereigenen Antioxidans

• unterstützt die Leber bei der Entgiftung

• wirkt entzündungshemmend

• kann oxidative Prozesse reduzieren

• unterstützt das Immunsystem

Gerade bei chronischen Erkrankungen wie Hufrehe und EOTRH, bei denen oxidativer Stress eine große Rolle spielt, ist NAC ein extrem wertvoller Helfer.

Meine Erfahrung zeigt deutlich:

Sobald ich NAC oder andere entzündungsregulierende Maßnahmen reduziere oder weglasse, flammt die Entzündung wieder auf. Das ist keine Schwäche des Körpers – es ist ein Hinweis darauf, dass die Grunderkrankung dauerhaft begleitet werden muss.

Heilung beginnt auch im Inneren – bei mir selbst

In dieser Zeit wurde mir jedoch noch etwas anderes klar:

 

Nicht nur mein Pony trug Lasten – ich auch.

 

Arbeitsdruck, finanzielle Sorgen, Angst um mein Tier, zwischenmenschliche Konflikte – all das hatte sich in mir angestaut. Ich bemerkte körperliche Symptome bei mir selbst. Und wieder einmal wurde mir klar: 

 

Meine innere Haltung wirkt sich auf mein Pony aus. Untermauert wurde diese Erkenntnis durch mein Wissen aus der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin. Bestandteil einer jeden Akupunktur ist ja auch eine Untersuchung. Und die Symptome meine Ponys führten mich zu mir. Denn die TCM berücksichtigt den Zusammenhang zwischen Emotionen und Organen und Symptomen.  Mehr dazu in einem späteren Blog. 

Gleichzeitig erinnerte ich mich an die Worte von James French, dem Begründer der TRUST TECHNIQUE. Er sagt, dass durch das Herunterfahren der eigenen Denkaktivität, Heilung möglich ist. Mehr dazu in meinem Blog zur Trust Technique. 

 Ich erinnerte mich aber auch an den eigentlichen Grund, warum ich all das tat:

Aus Liebe. Zu meinem Pony. Zu meinem Begleiter von über 20 Jahren. Zu dem Wesen, das mir geholfen hatte, meinen Traum einer Reitschule zu verwirklichen.

Als ich wieder begann, Dankbarkeit zu fühlen, öffnete sich etwas.

Ich erinnerte mich an die Freude:

Die Freude, ihn zu sehen.

Die Freude an kleinen Kunststücken.

Die Freude, die selbst Heilung bewirken kann.

Ich erkannte meine Wut. Ich akzeptierte sie. Und ich ließ sie gehen. 

Ein Weg, kein Ziel

Heute weiß ich:

Krankheiten wie Hufrehe und EOTRH sind keine Gegner, die man „besiegt“. Sie sind Lehrer. Sie zeigen uns, dass Heilung ein lebenslanger Prozess ist.

Ja, manche Mittel – ob homöopathische Komplexe, Entgiftungshelfer oder Akupunktur – wird mein Pony vermutlich dauerhaft brauchen. Aber das ist kein Scheitern. Es ist Fürsorge.

Und vor allem ist es ein Weg, den wir gemeinsam gehen.

Mit Mut.

Mit Hoffnung.

Mit Ausdauer.

Und vor allem mit Liebe und Freude. 💚

Liebe, Tod, Trauer und Spiritualität – Verbindung über den Tod hinaus

Nach der Diagnose Krebs, musste ich 2025 Hidalgo erlösen. Ich kann darüber noch nicht im Detail schreiben, es tut einfach so mega weh. Ich wusste, dieser Punkt kommt irgendwann, nachdem er 2019 nach einem Nageltritt schon hätte eingeschläfert werden sollen. Ich konnte auch darüber nicht schreiben, weil er damals von Tierarzt und Hufschmied aufgegeben war und ich erstmal alleine dastand. Aber die Kraft in mir war so stark, das Wissen, ihn nicht aufzugeben und alles zu tun, um ihm zu helfen. Genauso klar war es dieses Mal, das es Zeit war, ihn gehen zu lassen. Aber die Erfahrungen 2019/2020 waren es, die mir geholfen hatten, für jeden Tag an dem es ihm gut ging dankbar zu sein. Nicht nur das, es hat mir auch erlaubt, die Momente intensiver zu erleben und zu genießen. Hidalgo war ein ganz besonderes Pferd, und mein Herzenspferd. In den letzten Jahren mit ihm durfte ich die unendliche Schönheit des Lebens erkennen. Hidalgo hat mir nicht nur tiefe Lektionen über die Welt der Pferde und über das Leben im Allgemeinen gegeben, sondern mir auch die spirituelle Mission meines Lebens nähergebracht – die Verantwortung, das zu tun, was mir aufgetragen wurde.

 Ich bin nicht religiös im traditionellen Sinne, habe aber immer irgendwie an einen Gott, eine liebende Macht, so wie es Dr. Lisa Miller beschreibt, geglaubt. Durch die Pferde habe ich verstanden, dass es einen Gott geben muss, sonst gäbe es diese Wesen nicht, die uns erlauben in eine ganz andere Lebens-Sphäre zu kommen. Tatsächlich habe ich einmal irgendwo das folgende Zitat gefunden: 

Jahresrückblog 2025 joy with horses Freude mit Pferden
Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde

Als ich das Buch von Dr. Lisa Miller las, die sich intensiv mit Spiritualität und Depression befasst, wurde mir klar, wie wichtig es ist, eine spirituelle Orientierung zu haben – besonders in schwierigen Zeiten. Dieses Wissen hilft mir auch in meiner Arbeit. Coaching bedeutet ja nicht, andere von der eigenen Ansicht zu überzeugen, sondern die Welt der anderen zu verstehen und sie dabei zu begleiten, ihre Ziele mit ihren Ressourcen zu erreichen. 

 

Gläubige Menschen sagen oft, es wird ihnen nicht mehr auferlegt, als sie tragen können. Ich habe Dinge erlebt, die mir zeigen, dass ich vorbereitet wurde, um mir zu helfen. Das erste war das folgende Zitat von T. H. White, über das ich stolperte, als ich einer Freundin eine Geburtstagskarte schreiben wollte:

joy with horses Trauer
Trauer überwinden nach Tod des geliebten Pferdes

Dieses Zitat erinnerte mich daran, dass Trauer nicht nur den Schmerz des Verlustes widerspiegelt, sondern auch die Möglichkeit, zu wachsen und neue Perspektiven zu gewinnen. Es ist der Anfang eines Prozesses, in dem das Leben uns neue Wege zeigt, wie wir die verlorene Liebe in uns tragen können.

Die nächste Vorbereitung, die ich bekam, war ein Vortrag von Mo Gawdat, einem ehemaligen Google X Manager. Ich meine, bei dem Vortrag ging es eigentlich über Künstliche Intelligenz. Mo Gawdat erzählte jedoch auch über den Tod seines Sohnes. Über seine tiefe Trauer über diesen großen Verlust und wie er jeden Morgen erwachte und der erste Gedanke war, ‚er ist nicht mehr da‘. Bis sich eines Tages dieser Gedanke veränderte und er darüber nachdachte, was sein Sohn ihm alles gegeben hatte. 

Ich habe mit und durch Hidalgo so unglaublich viel erlebt und gelernt. Dafür bin ich sehr dankbar und werde darüber ein Buch schreiben.. 

 

Während meiner Trauerarbeit habe ich viele spirituelle Praktiken und Meditationen ausprobiert, um mich mit Hidalgo zu verbinden. Auch den Satz: Jede Träne, die du weinst, hilft ihm schneller in den Himmel zu kommen, fand ich tröstend. Eine angeleitete Meditation, die mir besonders half, war die, in der man mit dem verstorbenen Tier zusammengeführt wurde.  Es war ein zutiefst emotionaler Moment, doch ich wusste, dass es Teil eines heilenden Prozesses war – einer Reise, die vielleicht nie ganz endet, aber uns zu einer tieferen Verbindung mit uns selbst und der Welt um uns herum führt. Ich hatte jedoch auch schon vor längerer Zeit dieses Video nach Dr. Lisa Miller für eine Freundin erstellt, die ihre Katze einschläfern musste: 

 

In den letzten Monaten habe ich festgestellt, dass mein Leben und meine Arbeit mehr und mehr von diesem Glauben an das Höhere geprägt sind. Ich sehe Gott nicht nur in den Augen meiner Pferde, sondern auch in den Momenten des Verlustes, der Trauer und der Freude, die uns zusammenführen. Und gerade in einem Jahr, das von so vielen emotionalen Höhen und Tiefen geprägt war, weiß ich, dass dieser Glaube mir immer wieder Halt und Trost gibt. Gott ist bei mir, in jedem Atemzug, in jeder Begegnung, in jedem Moment der Liebe, des Verlustes und der Heilung.

So gehe ich in das neue Jahr – mit einem Herzen, das offen ist für alles, was kommen mag, und einem Glauben, dass selbst in den dunkelsten Zeiten das Licht der Liebe und Spiritualität stets leuchtet.

 

Was ich mit meinen Pferden 2025 gelernt – und wieder gelernt – habe

2025 habe ich vieles neu gelernt. Und manches wieder gelernt. Vor allem eines: wie unglaublich wichtig meine eigene Energie und meine Emotionen sind – für meine Gesundheit genauso wie für die meines Pferdes, meines Ponys und letztlich für unser gemeinsames Leben.

Mir ist noch einmal sehr deutlich bewusst geworden, dass auch unterdrückte Emotionen, insbesondere unterdrückte Wut, nicht einfach „verschwinden“. Sie wirken. In mir – und auch in meinem Pony. Man kann darüber denken, wie man möchte, aber wir sind emotional tief miteinander verbunden. Seit über 20 Jahren gehen wir unseren Weg zusammen, und er hat so viel für mich getan. Als ich mein Herz wieder für echte Dankbarkeit geöffnet habe, hatte ich eine Art Erleuchtung – etwas, das ich an anderer Stelle noch genauer beschreiben werde.

Mein Pony ist dabei gnadenlos ehrlich in seiner Rückmeldung. Er zeigt mir sehr klar, wo ich stehe. Und ja, ich merke auch: Ich habe immer noch toxische Gedankenmuster. Aber egal, was mir im Außen begegnet – ich möchte nicht mehr, dass mich das innerlich vergiftet. Das ist Teil meines Lebensweges. Und ich begegne mir selbst dabei mit Mitgefühl.

Ein Wert, der mir sehr wichtig ist, ist Ehrlichkeit. Deshalb fällt es mir besonders schwer, mit Lügen oder unechten Geschichten anderer Menschen umzugehen. Auch das durfte ich wieder erkennen und annehmen.

Gleichzeitig habe ich aber genauso stark erlebt, wie heilsam Freude und Liebe sind. Als ich wieder angefangen habe, mit meinem Pony kleine Kunststücke zu machen und mich ehrlich über ihn gefreut habe, ist etwas Wunderschönes passiert: Er wurde wieder enthusiastisch, lebendig und voller Energie. Heute, wenn ich morgens komme, brummelt er mir entgegen, kommt näher und fängt sofort an, seine Kunststücke zu zeigen. Er ist fröhlicher als je zuvor – und das erfüllt mein Herz jedes Mal aufs Neue.

Es gibt Tage, an denen es mir körperlich nicht gut geht. Tage, an denen ich Angst vor den Herausforderungen des Tages habe. Dann halte ich inne und sage mir bewusst: Nein. Jetzt denke ich daran, was für ein Geschenk es ist, Pferde zu haben. Wesen, die einen selbst bei schlechtesten Wetter dazu bringen, ins Auto zu steigen, sich zu bewegen, frische Luft zu atmen und den Kontakt zur Mutter Erde zu spüren. Pferde schenken uns Bewegung, Erdung, körperliche Präsenz. Sie öffnen unser Herz, lehren uns Freude, Achtsamkeit, Visualisierung – und so viel über Liebe im großen Ganzen.

 

Für mich spiegeln sich in ihren Augen auch etwas Göttliches wider. Eine tiefe, stille Weisheit. Und genau dafür bin ich einfach unendlich dankbar.  

Meine Projekte für 2026

 

tba 

Wie du 2026 mit mir zusammenarbeiten kannst

tba

Mein Motto für 2026 das Jahr des Feuerpferdes:

Pony nach langer Krankheit wieder fit
Joy with Horses 2026

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