Bentonit – Der natürliche Entgifter für Pferde
Bentonit – ein faszinierender Naturstoff, der in den letzten Jahren nicht nur in der Naturheilkunde, sondern auch in der Tiergesundheit große Aufmerksamkeit erlangt hat. Doch was genau ist Bentonit eigentlich? Und warum wird ihm eine so entgiftende Wirkung nachgesagt? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über Herkunft, Wirkung und Anwendung dieses besonderen Naturminerals – mit einem Fokus auf die innere Reinigung bei Pferden und Menschen.
Was ist Bentonit?
Bentonit ist eine spezielle Tonerde, die überwiegend aus dem Tonmineral Montmorillonit besteht. Dieses Mineral hat einzigartige Eigenschaften, die Bentonit zu einem außergewöhnlich wirksamen Entgiftungsmittel machen. Entstanden ist Bentonit durch die Verwitterung vulkanischer Ascheablagerungen über Millionen von Jahren. Seinen Namen verdankt Bentonit dem Fundort Fort Benton im US-Bundesstaat Wyoming, wo bereits im 19. Jahrhundert große Vorkommen entdeckt und analysiert wurden.
Im Handel ist Bentonit in unterschiedlichen Formen erhältlich – als feines Pulver, in Kapseln oder auch als Bestandteil von Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln. Im Human- wie auch im Tierbereich wird es zur Unterstützung der Ausleitung von Toxinen, Schwermetallen und anderen Schadstoffen eingesetzt.
Wie wirkt Bentonit im Körper?
Die entgiftende Wirkung von Bentonit basiert auf einem physikalisch-chemischen Prinzip namens Adsorption. Sobald Bentonit mit Wasser in Kontakt kommt, bildet es eine gelartige Substanz mit einer negativen elektrischen Ladung. Diese negative Ladung zieht positiv geladene Partikel an – und dazu zählen viele schädliche Substanzen wie:
• Schwermetalle (z. B. Blei, Quecksilber, Arsen)
• Pestizide und Herbizide
• Chemikalien
• Toxine (z. B. Aflatoxine, Mykotoxine)
Durch diesen magnetähnlichen Effekt werden die Schadstoffe im Bentonit gebunden und können anschließend über den Verdauungstrakt oder die Haut sicher ausgeschieden werden – ohne dabei gesunde Zellen zu beschädigen.
Vorteile von Bentonit im Überblick
Bentonit kann zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben, insbesondere wenn es kurweise eingenommen wird:
1. Unterstützung der Entgiftung
Die Fähigkeit, Schadstoffe zu binden und auszuleiten, entlastet besonders die Leber und die Nieren – die
Hauptentgiftungsorgane des Körpers.
2. Darmgesundheit fördern
Durch die Reinigung des Verdauungstrakts kann Bentonit helfen, Reizungen zu lindern, Blähungen und
Verstopfungen zu reduzieren und ein gesünderes Darmmilieu zu schaffen – was wiederum die Vermehrung
gesunder Darmbakterien unterstützt.
3. Säure-Basen-Haushalt ausbalancieren
Ein ausgeglichener pH-Wert ist essenziell für die Zellfunktion. Bentonit kann durch seine
Bindungseigenschaften dazu beitragen, ein gesundes Milieu im Körper zu erhalten.
4. Stärkung des Immunsystems
Indem die Gesamtbelastung des Körpers durch Toxine reduziert wird, kann sich das Immunsystem besser auf
seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren.
5. Bindung von Mykotoxinen
Besonders in der Tierhaltung – etwa bei Pferden oder Schweinen – ist die Belastung durch Schimmelpilzgifte
(Mykotoxine) ein großes Thema. Bentonit kann auch diese Gifte binden und so Leber und Stoffwechsel entlasten.
Bentonit in der Pferdehaltung
Gerade bei Pferden, die in Regionen mit hoher Pestizidbelastung leben – etwa in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten – kann eine Entgiftung mit Bentonit hilfreich sein. Aus der Praxis ist bekannt, dass viele Tiere deutlich aufatmen, wenn sie von dieser unsichtbaren Belastung befreit werden.
Die Anwendung ist einfach: Das Pulver kann mit Wasser vermischt und dem Pferd oral verabreicht werden – am besten morgens auf nüchternen Magen. Die Mischung sollte einige Minuten stehen gelassen werden, bevor sie gefüttert wird. Wichtig ist dabei, dass das Pferd ausreichend Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, um die Ausleitung zu unterstützen.
Hinweis: Die Kur sollte nur kurzzeitig durchgeführt werden – in der Regel ein bis zwei Wochen – und idealerweise nicht häufiger als zweimal im Jahr. Bei kranken oder geschwächten Tieren sollte vorsichtig mit einer kleinen Dosis begonnen werden, um die Verträglichkeit zu testen.
Wissenschaftliche Studien und Belege
Inzwischen gibt es zahlreiche Studien zur Wirkung von Bentonit. Eine Untersuchung an Schweinen zeigte beispielsweise, dass eine Fütterung mit Montmorillonit über 100 Tage hinweg die Konzentration von Blei im Blut, in der Leber, im Gehirn und in den Knochen deutlich reduzieren konnte.
Auch im Hinblick auf Pestizid- und Herbizidvergiftungen liefern Studien Hinweise darauf, dass Bentonit als natürliches Gegenmittel infrage kommt. Besonders interessant ist dabei die Fähigkeit, Aflatoxine – stark lebertoxische Schimmelpilzgifte – zu binden. Diese Toxine kommen häufig in Futtermitteln vor und sind schwer zu vermeiden.
Exkurs: Bentonit vs. Zeolith – Wo liegt der Unterschied?
Bentonit und Zeolith werden oft in einem Atemzug genannt, wenn es um natürliche Entgiftung geht – und tatsächlich erfüllen beide Stoffe ähnliche Funktionen. Dennoch gibt es einige wichtige Unterschiede:
1. Herkunft und Struktur
• Bentonit ist ein Tonmineral, das aus verwitterter Vulkanasche entstanden ist. Es besteht hauptsächlich aus
Montmorillonit und hat eine lamellenartige (blättchenförmige) Struktur, die beim Quellen im Wasser eine
gelartige Masse bildet.
• Zeolith hingegen ist ein kristallines Aluminosilikat, das ebenfalls vulkanischen Ursprungs ist – allerdings in
Form eines festen Gittergerüsts mit sehr feinen Poren (wie ein Schwamm auf Molekularebene).
2. Adsorptionsmechanismus
• Bentonit bindet Toxine vor allem über Adsorption, aber auch durch Absorption (es „schluckt“ sie regelrecht
durch Quellung).
• Zeolith wirkt überwiegend über Ionenaustausch und Adsorption in seinem feinporigen Gitter – besonders
effektiv bei Ammonium, Schwermetallen und radioaktiven Substanzen.
3. Quellfähigkeit
• Bentonit quillt stark auf und bildet im Kontakt mit Wasser eine schleimige Masse. Das ist vorteilhaft für den
Magen-Darm-Trakt, kann aber bei unzureichender Wasseraufnahme zu Verstopfung führen.
• Zeolith quillt nicht, bleibt fest und wirkt eher wie ein poröser Schwamm im Körper.
4. Anwendung bei Pferden
• Bentonit eignet sich besonders für Kur-Anwendungen zur allgemeinen Entgiftung und Beruhigung des
Verdauungstrakts.
• Zeolith wird häufiger bei chronischen Belastungen oder zur langfristigen Unterstützung eingesetzt, z. B. bei
Umweltgiften oder bei Leberproblemen.
5. Verträglichkeit und Kombination
• Beide Stoffe sollten nicht dauerhaft und immer nur in hochwertigen, geprüften Qualitäten eingesetzt werden.
• Eine Kombination ist in manchen Fällen möglich, sollte aber immer individuell und in Absprache mit einem
Experten erfolgen.
Meine Erfahrungen mit Bentonit und Zeolith
Ich wurde schon vor über 15 Jahren auf die besonderen Eigenschaften von Zeolith durch den (mittlerweile im Ruhestand) bekannten Heilpraktiker Jean-Claude Alix (Buchweizenberg) aufmerksam gemacht. Bei meinen Pferden habe ich es immer wieder eingesetzt. Aufgrund der Erkenntnisse von Brunnenwasseranalysen und Ursachen von EOTRH (mehr dazu in separaten Blogs) wünsche ich mir heute, ich hätte es noch öfter gemacht. Was ich nun aber zukünftig tun werde.
Bentonit ist bei Lexa Pferdefutter als Detox-Aktiv erhältlich.
Fazit:
Bentonit und Zeolith sind beide wirksame natürliche Helfer zur Ausleitung von Schadstoffen – mit leicht unterschiedlichen Wirkmechanismen und Schwerpunkten. Je nach Bedarf des Pferdes kann der eine oder andere Stoff – oder auch eine gezielte Kombination – sinnvoll sein.
Doch wie bei allen natürlichen Heilmitteln gilt auch hier: Qualität, Dosierung und eine sinnvolle Anwendung sind entscheidend. In der richtigen Form und mit dem nötigen Wissen eingesetzt, können Zeolith und Bentonit einen echten Beitrag zur Gesundheit leisten – und das ganz ohne Chemie.
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Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche oder medizinische Beratung. Bei Unsicherheiten oder bestehenden Erkrankungen sollte vor der Anwendung Rücksprache mit einem Experten gehalten werden.

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