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Homöopathie für stoffwechselempfindliche Pferde

Natrium phosphoricum - Homöopathie für Pferde

Die meisten Menschen kennen Natrium phosphoricum als Schüsslersalz Nr. 9 und in der Tat kenne ich einige Pferdebesitzer, die von Homöopathie nicht so überzeugt sind, aber auf Schüsslersalze schwören. 

 

Ich bin jedoch durch ein Seminar bei Dr. Christiane Krüger auf Natrium phosphoricum aufmerksam geworden. Leider habe ich es seinerzeit nicht direkt meinem damals schon stoffwechelempfindlichen Pony verabreicht. Nach jahrelanger Insulinresistenz bzw. Equinem Metabolischen Syndrom, das ich immer einigermaßen mit entsprechender Fütterung und Akupunktur managen konnte, bewegt er sich nun - mit mittlerweile 24 Jahren - immer mehr Richtung Cushing. 

 

Aber zuerst einmal ein paar allgemeine Informationen zu Natrium phosphoricum: 

Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht halten

Natrium phosphoricum ist bekannt als das „Entsäuerungsmittel“ in der Homöopathie. Es wird eingesetzt bei Beschwerden, die durch ein Übermaß an Milchsäure entstehen – diese entsteht häufig im Zusammenhang mit einem überhöhten Zuckerkonsum, wie er bei fruktanhaltigem Gras oder energiereichem Kraftfutter auftritt.

Zu den typischen Beschwerden zählen:

  •         Blähungen, Koliken
  • Gelenkknacken
  • Reizung und Entzündung im Rachenbereich
  • Gelbsucht (Ikterus) mit gelblichen Augen 
  • Juckreiz mit Hitze an einem Ohr
  •         Dicke, gelbe Schleimabsonderungen
  • Hautprobleme, geschwollene Lymphknoten
  • Schmerzen in Kniegelenken oder am Rücken

Diese Symptome deuten auf eine stoffwechselbedingte Übersäuerung hin, die den gesamten Organismus belasten kann – von der Verdauung über die Haut bis hin zu den inneren Organen.

 

Glykogenstoffwechsel und Zuckerbelastung

Ein zentraler Aspekt der Wirkung von Natrium phosphoricum liegt in seiner Einflussnahme auf den Glykogenstoffwechsel. Glykogen ist die Speicherform von Glukose (Zucker) in Leber und Muskeln. Wird zu viel Zucker aufgenommen – z. B. durch fruktanreiches Gras im Frühling – wird vermehrt Glykogen gebildet. Kann dieses Glykogen nicht mehr effektiv verstoffwechselt werden, kommt es zu einer toxischen Belastung von Leber und Niere. Die Folge: Energiemangel, Muskelschwäche und Stoffwechselentgleisungen.

 

Natrium phosphoricum hilft dem Organismus dabei, Glykogen besser umzuwandeln, Säuren abzubauen und die Stoffwechselfunktionen zu harmonisieren. Es wirkt somit regulierend auf die Zuckerverstoffwechslung, Muskel- und Leberfunktion.

 

Bei EMS, Cushing & Co. – wenn der Stoffwechsel entgleist

Das Mittel hat sich insbesondere bewährt bei Pferden mit:

• Equinem Metabolischen Syndrom (EMS)

• Cushing-Syndrom (PPID)

• Chronischer Rehe

• Sommerekzem, insbesondere wenn es mit innerer Unruhe, Juckreiz und Stoffwechselproblemen einhergeht

 

Auch bei psychischen Belastungen wie Heimweh, Kummer oder Misshandlung zeigt Natrium phosphoricum eine unterstützende Wirkung, da es den gesamten Organismus stabilisiert und entlastet.

Fazit: Ein vielseitiges Mittel für ganzheitliche Balance

Natrium phosphoricum ist ein klassisches homöopathisches Einzelmittel, das sowohl körperlich als auch seelisch regulierend wirkt. Besonders bei stoffwechselbedingten Beschwerden, Übersäuerung und zuckerbedingten Symptomen zeigt es beeindruckende Erfolge – vorausgesetzt, es wird gezielt und fachkundig eingesetzt.

 

Bei Verdacht auf eine tiefgreifende Stoffwechselstörung sollte die Gabe immer in Rücksprache mit einem erfahrenen Tierhomöopathen erfolgen. In Kombination mit einer angepassten Fütterung und sorgfältiger Haltungsoptimierung kann Natrium phosphoricum ein wertvoller Bestandteil der naturheilkundlichen Pferdegesundheit sein.

 

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